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Gedenktag zum 71. Jahrestag der Befreiung des Verlorenen Zuges in Tröbitz

26.04.2016

Traditionell begingen die Gemeinden Langennaundorf und Tröbitz die gemeinsamen Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des Verlorenen Zuges. Traditionell fanden Gäste aus Politk und Gesellschaft Worte der Erinnerung aber auch der Mahnung an den Gedenkorten am Bahnkilometer 101,6 in Langennaundorf, am Massengrab an der Evangelischen Kirche Tröbitz und auf dem Jüdischen Friedhof in Tröbitz.

 

Mahnende und zuversichtliche Worte fanden Rabbiner Dr. Walther Rothschild, der zum ersten Mal nach Tröbitz kam, und Dr. Peter Fischer, der schon seit über 20 Jahren an den Gedenkfeierlichkeiten teilnimmt. Bei dem alljährlichen Gedenken gehe es um die Zukunft, dass sich solches Elend nicht wiederholt. Auch damals waren es nicht nur alte Menschen, die leiden mussten, die starben. Dr. Rothschild erklärte den Schülerinnen und Schülern aus Wahrenbrück und Tröbitz, dass auch Kinder im Grundschulalter unter den Opfern waren, und auch heute wieder Kinder unter den Opfern von Krieg und Verfolgung sind. Umso wichtiger sei, dass die jungen Generationen dem Gedenken beiwohnen, "weil es um die Zukunft geht".

 

Mit Gebeten auf Henräisch, Aramäisch und Deutsch ging diesjährige Gedenkfeier auf dem Jüdischen Friedhof zu Ende.

 

Es ist ein gutes Gefühl, dass sich seit Jahrzehnten Menschen zusammenfinden, denen Wachhalten dieser Geschichte am herzen liegt.

 

Karla Fornoville

 

 

Foto: Schüler der Evang. Grundschule, Dr. Peter Fischer, Holger Gantke / Foto: Karla Fornoville